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Vom Minijob in die Vollzeitstelle (Sprungbrett Minijob #1)

Der Minijob als Sprungbrett in eine Vollzeitstelle – Darum geht es in dieser neuen Blogserie der Minijob-Zentrale in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit. Mit mehreren Blogbeiträgen werden wir in den nächsten Monaten Arbeitgeber und Minijobber rund um die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen informieren.

Minijobs – Darum werden sie ausgeübt

Minijobs bzw. geringfügige Beschäftigungen gibt es in Deutschland schon seit den 60er-Jahren. Die Erwartungen an diese Beschäftigungsform sind im Wesentlichen unverändert geblieben:

  • Arbeitgeber haben die Möglichkeit mit Minijobs flexibel auf Unternehmensentwicklungen zu reagieren. Mit Hilfe von Minijobbern können zum Beispiel Auftragsspitzen aufgefangen oder nur saisonal anfallende Arbeiten erledigt werden.
  • Minijobber selbst verbinden damit häufig die Möglichkeit eines unkomplizierten Hinzuverdienstes mit flexiblen Arbeitszeiten. Zudem kann ein Minijob eine sinnvolle Beschäftigung neben dem Haushalt und der Familie sein.

Für einen Teil der Minijobber ist die Beschäftigung aber auch der Einstieg in den Arbeitsmarkt, zum Beispiel wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht erwerbstätig waren. Häufig wird der Minijob dann mit der Absicht aufgenommen, im Anschluss daran in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu wechseln. Dies können sowohl Vollzeit- oder Teilzeitstellen, also auch Midijobs sein.

Der Minijob als Sprungbrett – Worum geht’s?

In unserer Blogserie informieren wir zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit, welche Vorteile es für Minijobber und deren Arbeitgeber gibt, wenn geringfügige Beschäftigungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umgewandelt werden. Schritt für Schritt zeigen wir, wie aus einem Minijob eine Vollzeitstelle werden kann und was bei einer solchen Umwandlung zu beachten ist.

Wir erklären, warum es sich lohnt, bereits vor oder während der Ausübung eines Minijobs über den Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit nachzudenken. Wir zeigen auch, warum Arbeitgeber bei der Besetzung vakanter Stellen an die bereits im eigenen Unternehmen beschäftigten Minijobber denken sollten.

In der Blogserie geben wir praxisnahe Hinweise rund um die Ausweitung der Beschäftigungen. Als zusätzlichen Service bieten wir für weitere Informationen und zur Beantwortung von Fragen konkrete Ansprechpartner an, die auch in Einzelfällen helfen.

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Viktoriya
VI
Viktoriya

Hallo, mir ist immer noch unklar, ob eine Wechsel von Minijob in die Vollzeitstelle innerhalb eines Monats möglich ist. Zum Beispiel zum 15.02.2020 -Abmeldung bei Knappschaft, 16.02.2020 – Anmeldung SV-Pflicht. Danke

Robert Albers
RA
Robert Albers

Bin Rentner und schwerbehindert – Mein Minijob wurde zu UNRECHT gekündigt.
Aber danke für die guten Informationen.
Gruss – Robert Albers

Alexandra Ring
AR
Alexandra Ring

Hallo!
Wenn ich von einem Minijob in die Vollzeitbeschäftigung beim gleichen Arbeitgeber wechsle, wie ist es dann mit dem noch nicht genommenen Urlaub? Kann ich den vom Minijob auf die Feststellung mitnehmen? Muss mein Arbeitgeber mir diesen ausbezahlen, und für die Festanstellung neu berechnen?
LG und Danke!

Gabi
GA
Gabi

Beim Wechsel von Minijob in eine Vollzeitstelle innerhalb eines Monates, kann ich da im Minijob noch die 450,00 Euro verdienen, wenn ich zum 15. des Monates wechsele oder beim Minijob nur anteilig

Anonymous
AN
Anonymous

Mein Arbeitgeber vergibt lieber acht Minijobs als eine Vollzeitstelle.
Das ist günstiger für ihn, sagt er.

Tauchmann,Erwin
TE
Tauchmann,Erwin

Ich bin Regelaltersrentner und Minijobber. Ich habe gelesen,dass ich auch drei mal im Jahr die Verdienstgrenze von 450;-€ unbeschadet überschreitenden kann und somit auch die Jahresverdienstgrenze von 5.400,-€ und trotzdem den Status als Minijobber nicht verliere?
Wie ist der Sachverhalt ?
Gruß Erwin

Ilknur
IL
Ilknur

Suche dringend Arbeit als Reinigung. In.Dietzenbach und Offenbach Umgebung.

Andi
AN
Andi

Guten Tag,
fünf Bekannte von mir haben eine Haushaltshilfe auf 450 Euro Basis.
Als der Anstieg des Mindestlohns erfolgte, rutschten sie in den Bereich midijob.
Leider wurde es in allen fünf Fällen zu spät gemerkt.
Jetzt meine Bitte : Könnte ihr für Laien verständlich von eurem Hausjuristen einen Artikel schreiben lassen, wie man sich in so einem Fall optimal verhält.
Wo und ob man sich selber anzeigt, wo man etwas Extra abgeben muss und wie man das Arbeitsverhältnis wieder auf einen Minijob zurückführt.
Ich glaube dafür gibt es echt viele Interessenten, weil das ist sicher schon mehr Leuten passiert.
Viele kennen sich ja gar nicht aus.
Die zweite Bitte, die äussern möchte, ist am Weltfrauentag am 8. März entstanden.
Die meisten Frauen haben zeitweise nur eine 450 Euro Stelle und tun damit zu wenig für die Rente.
Vielleicht würdet ihr mal einen Artikel verfassen wie ein wohlwollender Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis seiner Haushaltshilfe Altervorsorgetechnisch optimieren kann.
Ich bin ziemlich überzeugt, das die ein oder andere ihre langjährige Perle gerne besser schützen würde, wenn sie genau wüssten wie. Die wenigsten Frauen sind Kaufleute oder Anwälte und besitzen das Wissen dafür.
Ausserdem möchte ich ein Lob aussprechen für eure Seite. Es ist damit eine grosse Lücke abgedeckt worden. 80 % der Leute sind nämlich Ehrlich nur Etwas Faul und Nichtwissend.
Schade das es euch nicht auch für Midijobs gibt.
Es ist viel leichter, wenn die Leute ohne Grossen Aufwandtund Wissen , Schwarzarbeit in legale Stellen umwandeln können.
IM Privaten Umfeld gäbe es genug Möglichkeiten um auch „voll“ wertigere Jobs anzubieten und das wäre ja im Interesse aller.
LG
Marion Andrea Müllerschön

Angelina
AN
Angelina

Hallo,
mir ist es tatsächlich gelungen für 2 Jahre von einer unbefristeten Minijob-Stelle in eine befristete Teilzeitbeschäftigung im Umfang einer halben Stelle beim gleichen Arbeitgeber zu wechseln. Dabei habe ich feststellen müssen, dass ich im Minijob 31 % unter Tarif bezahlt wurden.
Da nach der Befristung eine Rückkehr in den Minijob anstand, wies ich darauf hin, dass mir tarifliche Entlohnung zusteht.
Die Reaktion meines Arbeitgebers bestand darin, dass bei Wiederaufnahme des unbefristeten Minijobs am Anfang diesen Jahres die Arbeitszeit um ein Drittel gekürzt wurde.
Ich wollte diese Stundenkürzung nicht hinnehmen und gerne wieder in dem Stundenumfang beschäftigt werden, wie vor Aufnahme der befristeten Beschäftigung
(also Beschäftigung in der Gleitzone).
Das wurde vom Arbeitgeber abgelehnt, da die Grundlage für das weitere Beschäftigungsverhältnis nur der Vertag über eine geringfügige Beschäftigung sei.
Deshalb müsse die Stundenanzahl reduziert werden.
Dieser Vertrag enthält zwar keine Verpflichtung dazu sondern nur die Verpflichtung zur Meldung der Aufnahme weiterer Arbeitsverhältnisse.
Ich hatte natürlich gehofft, die Vorteile der Beschäftigung in der Gleitzone in Anspruch nehmen zu können. Bei ca. einem Drittel mehr Lohn, hätten für mich die Vorteile überwogen.
Fazit: Es ist nicht leicht in eine Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigung zu wechseln, da viel mit Befristungen gearbeitet wird. Der Arbeitgeber hat im Zweifel Recht, wenn man wenigstens den Minijob behalten will.

Anonymous
AN
Anonymous

Hallo liebes Blog-Team,
eine studentische Minijobberin von uns hat dieses Jahr im Arbeitszeitkonto einige Überstunden angesammelt (sie bekommt jeden Monat 450€ für durchschnittlich 10h/Woche und legt ihre Arbeitszeit flexibel). Anstatt die Überstunden über die nächsten zwei Monate abzubummeln, wollte sie lieber ihre Arbeitszeit ausweiten. Wir haben ihr also eine Werkstudententätigkeit mit 20h/Woche angeboten. Können wir ihr die angesammelten Überstunden aus dem Minijob mit dem ersten Gehalt aus dem Werkstudentenjob dann einfach auszahlen?

Fred
FR
Fred

Hallo,
Ich habe einen Minijob zum 30.07.2020 gekündigt und einen anderen Minijob zum 01.07.2020 angefangen. Somit bin ich im Monat Juli über die 450€ hinaus gekommen. Jetzt möchte Arbeitgeber A, bei dem ich gekündigt habe, eine Rückzahlung, weil ich im Juli über 450€ gekommen bin und in seinen Augen Sozialversicherungspflichtig bin. Außerdem hat mich Arbeitgeber A in einer Krankenkasse angemeldet! Ich bin aber der Meinung, dass, da der Wechsel innerhalb eines Monats stattgefunden hat, beide Minijobs als 2 getrennte 450€ Jobs zu handhaben sind.
Siehe:
Minijob und Arbeitgeberwechsel – Wechsel innerhalb eines Kalendermonats
https://www.minijobs-aktuell.de/minijob-und-arbeitgeberwechsel-ueberschreiten-der-minijobgrenze/
Oder gilt die hier genannte Regel nur für den Fall, dass Vertrag A z.B. am 10. endet und Vertrag B am 12. weitergeht?
Liebe Grüße

Sucher
SU
Sucher

Ist es möglich, beim Arbeitgeber einen Minijob bis 18.12. zu haben und ab 19.12. beim gleichen Arbeitgeber in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu wechseln?

Jan
JA
Jan

In unserer Firma ist bis dahin unsere Mitarbeiterin geringfügig mit der Sonderbesteuerung der Minijobber beschäftigt. Ab 18.08. hat die Minijobberin dann ein Ausbildungsverhältnis angefangen. Somit haben wir die Sozialversicherung angepasst bzw. geändert, aber die Lohnsteuer-Grunddaten weiß ich jetzt nicht, wie ich sie erfassen muss.
Meines Wissens kann ich ja nur ganze Monate auswählen oder gibt es hier zur Erfassung eine Regel auf die man achten sollte? Vielen Dank

jokerchrissi
JO
jokerchrissi

Ich war in meiner Firma vor der Festanstellung 3 Jahre auf minijob beschäftigt und wurde dann übergangslos fest angestellt. Zählen die Jahre des minijob zur Betriebszugehörigkeit dazu oder fangen die Betriebsjahre erst bei Festanstellung an?
Mein Chef weigert sich die 3 Jahre anzuerkennen.
Vielen Dank für eine Antwort.