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Der Job als Haushaltshilfe: das erwartet Sie

Der Job als Haushaltshilfe kann sehr vielfältig sein: Minijobber im Privathaushalt reinigen Häuser und Wohnungen, betreuen Kinder, pflegen den Garten, kümmern sich um Haustiere und helfen Senioren und Seniorinnen beim Alltag. Vor allem Putzhilfen sind gesucht. In dem Job steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wir zeigen, welche Aufgaben eine Putzhilfe übernehmen kann, was sie mitbringen sollte, was den Job attraktiv macht und vieles mehr!

Welche Aufgaben übernimmt eine Putzhilfe?

Reinigungskräfte putzen die Wohnung – so weit, so gut. Die klassischen Tätigkeiten kennen Sie natürlich. Wir geben einen Überblick und noch einige Tipps drum herum.

Das fällt in der Küche an

In der Küche warten viele Oberflächen darauf, gereinigt zu werden, zum Beispiel das Kochfeld, Armaturen und Arbeitsplatten. Für die verschiedenen Materialien und Beschaffenheiten der Oberflächen gibt es eine Vielzahl an Spezialputzmitteln. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin ab, was er oder sie sich wünscht – und bringen Sie gerne auch Ihre Erfahrung mit ein.

Nach Absprache können Sie sich etwa alle drei Monate die Schränke von innen vornehmen und auch den Kühlschrank am besten jeden Monat auswischen. Alle zwei bis vier Wochen ist die Dunstabzugshaube dran.

Im Backofen erwartet Sie oft besonders hartnäckiger Schmutz. Backpulver hilft hier gegen Eingebranntes.

Das ist im Badezimmer zu tun

Im Bad geht es verstärkt um Hygiene – hier wollen vor allem Keramikoberflächen gereinigt werden: Toilette, Waschbecken, Dusche, Wanne. Kalkreste sollen von Fliesen und Duschabtrennungen verschwinden. Zuletzt bringen Sie den Spiegel zum Glänzen. Im Schnitt sind Badezimmer in Deutschland 9,1 qm groß – es gibt also einiges zu tun.

Das wartet in Schlafzimmer, Kinderzimmer und Wohnzimmer

Wer schon Kinderzimmer geputzt hat, weiß – es ist eine Herausforderung. Oft putzt man eher um Inseln von Spielsachen herum, als wirklich flächig staubsaugen zu können. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Arbeitgeber oder Arbeitgeberin die Erwartungen ab: Ist es in Ordnung, Bereiche oder Reinigungsschritte auszulassen und beim nächsten Mal nachzuholen? Oder kann im Kinderzimmer noch aufgeräumt werden, während Sie sich zunächst andere Räume vornehmen?

Betten lüften und frisch beziehen kann zu Ihren Aufgaben gehören. Laut einer Umfrage beziehen wechseln die Deutschen die Bettwäsche durchschnittlich alle 2 bis 3 Wochen. Ob und wenn ja wie oft Sie sich um die Betten kümmern, hängt von der Vorliebe des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin ab.

Im Wohnzimmer fallen vor allem die Klassiker Staubwischen, Staubsaugen und glatte Böden wischen an. Je nach Beschaffenheit der Böden fragen Sie Ihren Arbeitgeber am besten nach bevorzugten Reinigungsmitteln, zum Beispiel für Parkettböden.

Aufgaben in allen Räumen

Das Reinigen der Böden und Staubwischen fällt ja in der ganzen Wohnung an. Haben Sie auch ein Auge auf Mülleimer, die zu entleeren sind und zusätzliche Dinge, die von Zeit zu Zeit anfallen. So entfernen Sie Spinnenweben, rücken in Abständen das Sofa von der Wand und saugen dahinter, reinigen die Wandfliesen in der Küche. Fensterputzen und das Reinigen der Heizkörper können Aufgaben sein – oder auch große Aktionen wie Vorhänge und Gardinen abnehmen und waschen in regelmäßigen Abständen. Sprechen Sie sich zu all dem mit dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin ab.

Sonderaufgaben und regelmäßige To-Dos

Auch abseits der Routine fallen hin und wieder Aufgaben an. Zum Beispiel kann Ihr Arbeitgeber Sie bitten, einen Frühjahrsputz durchzuführen, beim Ausmisten oder Entrümpeln zu unterstützen oder nach einer Renovierung eine Grundreinigung vorzunehmen. Nach dem Winter Balkon oder Terrasse auf Vordermann zu bringen, kann auch auf Sie zu kommen.

Was sollten Sie als Putzhilfe mitbringen?

Schnell und effektiv eine Wohnung zu reinigen, setzt voraus, dass Sie als Reinigungskraft körperlich belastbar ist. Denn Saugen, Wischen & Co. sind anstrengend. Smarter Nebeneffekt: Beim Putzen verbrennt man ordentlich Kalorien.

Eine zuverlässige Putzhilfe erscheint pünktlich zur Arbeit und hält sich an Absprachen. Da sie direkt in der Wohnung des Arbeitgebers putzt, ist Verschwiegenheit und Diskretion ein Muss.

Was macht den Job als Putzhilfe attraktiv?

In diesem Minijob entwickelt sich oft ein starkes Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Als Putzhilfe sind Sie eng in die Familie des Arbeitgebers eingebunden und lernen meist auch Partner, Kinder und Haustiere kennen. In den vier Wänden des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin zu arbeiten, setzt daher zum einen Vertrauen voraus und fördert es zum anderen auch.

Auch die flexiblen Arbeitszeiten machen den Job attraktiv. Oft können Sie die Tage, an denen Sie putzen, recht frei wählen. Wer Arbeit sucht, kann außerdem gleich loslegen: Vor allem im Privathaushalt brauchen Sie keine weitere Ausbildung, eine Einweisung seitens des Arbeitgebers reicht aus. Trotzdem liegt der Stundenlohn bei Jobs im Haushalt wie dem Job als Putzhilfe oftmals höher als bei gewerblichen Minijobs.

Wie hoch ist die Bezahlung als Putzhilfe?

Das Gehalt hängt stark vom Wohnort ab. In einer Stadt mit höheren Lebenshaltungskosten fällt auch der Stundenlohn höher aus. Grundsätzlich liegt er zwischen 12 und 25 Euro die Stunde. Als Untergrenze gilt in Deutschland jedoch der Mindestlohn: Er beträgt momentan 9,82 Euro. Ab dem 1. Juli erhöht er sich dann auf 10,45 Euro pro Stunde.

Tipps für den Job als Haushaltshilfe

  • Übernehmen Sie neben Ihrem Standardprogramm regelmäßig auch eine zusätzliche Aufgabe, die etwas mehr Zeit erfordert – in Absprachemit Ihren Arbeitgebern.
  • Seien Sie sich auch bewusst, was als Putzhilfe nicht in Ihren Aufgabenbereich fällt. Aufräumen, bevor sauber gemacht werden kann, sollte grundsätzlich nicht bei Ihnen liegen. Außerdem gehört es nicht zu Ihrem Job, schwere Dinge zu heben. Falls Sie hinter einem Schrank putzen und ihn dafür verschieben müssen, fragen Sie Ihren Arbeitgeber um Hilfe.
  • Um schnell und effizient zu putzen, gibt es Tricks und Hacks, die die Arbeit erleichtern: Zitronensäure hilft gegen Kalk, Natron wirkt Wunder gegen Flecken und ein Fensterabzieher beseitigt Tierhaare.

Lesen Sie auch unsere 5 wichtigen Infos und Tipps für den Job als Haushaltshilfe.

Wo findet man Jobs im Privathaushalt?

  • Unsere Haushaltsjob-Börse ist eine wichtige Anlaufstelle für Jobs im Privathaushalt. Hier finden Sie kostenlos Stellenangebote im Haushalt und können auch Ihr eigenes Stellengesuch aufgeben – deutschlandweit.
  • Fragen Sie im Bekanntenkreis: Vielleicht kennt jemand jemanden, der gerade nach Unterstützung bei der Hausarbeit sucht.
  • Hängen Sie ganz altmodisch Zettel aus, zum Beispiel am Schwarzen Brett im lokalen Supermarkt.

Übrigens: Viele Haushalte wünschen sich Entlastung bei der Hausarbeit, so sind Haushaltshilfen gerade händeringend gesucht. Da es momentan weniger Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gibt als Arbeitnehmer, stehen die Chancen gut, schnell etwas zu finden.

Haben Sie Erfahrungen mit dem Job als Haushaltshilfe? Dann teilen Sie sie gerne in den Kommentaren.

Sie wollen noch mehr zum Thema Job als Haushaltshilfe erfahren? Dann lesen Sie die Top 5 Gründe, sich einen Job als Haushaltshilfe zu suchen.

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