Minijob: Warum ohne Versicherungsnummer nichts geht
Ob Schülerinnen und Schüler im Ferienjob, Haushaltshilfen oder andere Minijobber - bei jeder Meldung zur Minijob-Zentrale wird die Sozialversicherungsnummer benötigt. Sie wird oft auch nur Versicherungsnummer oder Rentenversicherungsnummer genannt. Doch woher kommt die Nummer eigentlich und was ist zu tun, wenn sie nicht vorliegt?
Was ist die Sozialversicherungsnummer?
Die Sozialversicherungsnummer – oft abgekürzt als SV-Nummer, VSNR oder RV-Nummer – ist eine lebenslange Kennziffer und ein Identifikationsmerkmal im deutschen Sozialversicherungssystem. Sie begleitet Versicherte von der ersten Beschäftigung bis ins Rentenalter. Vergeben wird sie von der Deutschen Rentenversicherung.
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Wie bekommt man die Sozialversicherungsnummer?
Seit 2005 wird bereits mit der Geburt automatisch die Sozialversicherungsnummer vergeben. Spätestens wenn eine Person in Deutschland erstmals eine Beschäftigung aufnimmt, vergibt die Deutsche Rentenversicherung eine Versicherungsnummer.
Wer erstmals eine Beschäftigung aufnimmt, erhält von der Deutschen Rentenversicherung einen Brief mit dem sogenannten Versicherungsnummernachweis. Dieses Dokument ersetzt seit 2023 den früheren Sozialversicherungsausweis. Es ist der offizielle Nachweis, dass eine gültige Versicherungsnummer vorhanden ist.
Wo steht die Versicherungsnummer?
Es gibt mehrere Dokumente, auf denen die Versicherungsnummer zu finden ist:
- Auf dem Versicherungsnummernachweis – Dieses Dokument ist die wichtigste Quelle und sollte sorgfältig aufbewahrt werden.
- Auf allen Schreiben der Rentenversicherung – Zum Beispiel in der jährlichen Renteninformation oder dem Rentenbescheid.
- Auf der Verdienstabrechnung – Die Sozialversicherungsnummer steht auch auf der monatlichen Abrechnung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers.
- Auf der Meldung zur Sozialversicherung – Diese Meldebescheinigung erhalten Beschäftigte von ihrer Arbeitgeberin oder ihrem Arbeitgeber.
Was tun bei Namensänderung oder Verlust? Hier gibt es zwei Möglichkeiten einen neuen Versicherungsnummernachweis anzufordern:
- Direkt bei der Deutschen Rentenversicherung: Ganz einfach online anfordern auf der Website der Deutschen Rentenversicherung.
- Über die Krankenkasse oder Einzugsstelle: Diese leitet den Antrag auf Neuausstellung an die Deutsche Rentenversicherung weiter.
Bei Fragen zur Neuausstellung hilft auch das Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter der Servicenummer: 0800 10004800. Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 19.30 Uhr, Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr.
Wie ist die Versicherungsnummer aufgebaut?
Die Versicherungsnummer besteht aus 12 Zeichen – elf Ziffern und einem Buchstaben –
Beispiel 00 010100 X 890
Die einzelnen Bestandteile haben eine besondere Bedeutung:
- Die ersten beiden Ziffern stehen für den Rentenversicherungsträger, der die Nummer ursprünglich vergeben hat.
- Danach folgt das Geburtsdatum im Format TTMMJJ.
- Der Buchstabe gibt den Anfangsbuchstaben des Geburtsnamens an.
- Die beiden folgenden Ziffern sind Seriennummern und geben Aufschluss über das Geschlecht: 00–49 für männlich, 50–99 für weiblich oder ohne Angabe des Geschlechts oder divers.
- Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer, die automatisch errechnet wird.
Warum ist die Versicherungsnummer so wichtig?
Die Versicherungsnummer ist der Schlüssel für das gesamte Sozialversicherungssystem. Sie begleitet jede versicherte Person ein Leben lang und macht es möglich, dass alle Daten – vom ersten Ferienjob bis zur späteren Rente – eindeutig zugeordnet werden.
Unter ihr werden grundsätzlich Ausbildungszeiten und Beschäftigungsjahre erfasst. Nur so ist sicher, dass später bei der Rente alle Zeiten und die gezahlten Beiträge berücksichtigt werden. Das gilt auch für Minijobs.
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber geben die Nummer bei jeder Meldung zur Sozialversicherung an, damit Beiträge zu den entsprechenden Versicherungszweigen korrekt zugeordnet werden.
Auch bei der Beantragung von Leistungen, wie etwa Arbeitslosengeld, ist die Angabe der Versicherungsnummer notwendig.
Wie können Arbeitgeber die Versicherungsnummer herausfinden?
Was früher Papierkram war, geht heute digital: Die Versicherungsnummernvorabfrage (DSVV). Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen seit dem 1. Januar 2023 die Versicherungsnummer neuer Beschäftigter elektronisch abfragen. Die Abfrage erfolgt über die Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV) – entweder direkt über ein zertifiziertes Entgeltabrechnungsprogramm oder über eine maschinelle Ausfüllhilfe. Der Vorteil: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten die Nummer zuverlässig und Fehler werden vermieden.
Erst wenn bei der Abfrage keine Versicherungsnummer ermittelt werden kann, müssen Beschäftigte einen Versicherungsnummernnachweis vorlegen oder der Arbeitgeber muss die Vergabe einer Versicherungsnummer beantragen. Weitere Information erhalten Sie bei der Rentenversicherung.
Was gilt für Minijobs im Privathaushalt?
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Privathaushalt melden ihre Minijobber im Rahmen des Haushaltsscheck-Verfahrens an. Sie müssen die Versicherungsnummer jedoch nicht selbst elektronisch abrufen. Wenn die Haushaltshilfe die Nummer nicht weiß, sollte der Geburtsname, das Geburtsdatum, das Geschlecht und der Geburtsort der/des Beschäftigten bei der Anmeldung angegeben werden. Dann ermittelt die Minijob-Zentrale die Versicherungsnummer.
Fazit
Die Versicherungsnummer ist ein zentrales Element im Sozialversicherungssystem. Sie begleitet jede versicherte Person ein Leben lang. Unter ihr werden Beschäftigungszeiten und Beiträge erfasst. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber rufen sie elektronisch ab, wenn sie dem Minijobber nicht vorliegt. Damit steht einer korrekten Anmeldung bei der Minijob-Zentrale nichts im Weg.
6 Kommentare
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Mein Hausmeister ist in Rente. Er möchte auch keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Wie und wo muss ich ihn anmelden????