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Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen

Auch bei Minijobs kommt es vor, dass die Arbeitszeit Sonn- und Feiertage umfasst. Mitunter arbeiten Minijobber auch nachts. Hierfür erhalten sie sogenannte Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge (SFN-Zuschläge), die auf ihren regulären Verdienst hinzugerechnet werden. Doch was passiert, wenn der Minijobber aufgrund von Krankheit oder Schwangerschaft ausfällt und fortgezahltes Arbeitsentgelt und SFN-Zuschläge die 520-Euro-Grenze überschreiten? Was Arbeitgeber beachten müssen, erklären wir in diesem Beitrag.

Absicherung bei Krankheit oder Mutterschutz

Schwangere Minijobberinnen, die ein Beschäftigungsverbot erhalten haben, dürfen ihre Tätigkeit nicht mehr ausführen. Genauso verhält es sich bei einer Arbeitsunfähigkeit – die Arbeit muss warten. Arbeitgeber müssen in diesen Fällen weiterhin Lohn zahlen, so sieht es das Gesetz vor.

Positiv für Minijobber: Da sie für die Ausfallzeiten ihren Verdienst weiterhin erhalten, können sie unbesorgt gesund werden oder sich auf den Nachwuchs freuen. Die Entgeltfortzahlung beinhaltet dabei auch die SFN-Zuschläge.

Positiv für Arbeitgeber: Arbeitgeber können sich die Aufwendungen bei Krankheit (Umlageverfahren U1) zu einem Großteil und die Aufwendungen bei Mutterschaft (Umlageverfahren U2) sogar vollständig von der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft-Bahn-See erstatten lassen – SFN-Zuschläge gehören dazu.

SFN-Zuschläge: steuerpflichtig oder steuerfrei?

Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind grundsätzlich bis zu bestimmten Höchstbeträgen steuer- und beitragsfrei. Für die Entgeltfortzahlung von SFN-Zuschlägen im Falle von Krankheit und Mutterschaft sieht das Steuerrecht allerdings keine Steuerfreiheit vor.

Warum ist das so? Mit den SFN-Zuschlägen soll die Arbeitsleistung an Sonn- und Feiertagen oder in den Nächten besonders vergütet werden. Fallen Minijobber aufgrund von Krankheit oder durch ein Beschäftigungsverbot aus, liegt keine tatsächliche Arbeitsleistung vor. Die Zuschläge werden steuerpflichtig.

Weiterhin Minijob – auch bei Überschreiten der 520-Euro-Grenze

Werden steuerpflichtige SFN-Zuschläge bei Krankheit oder Mutterschaft weitergezahlt, wirkt sich das nicht auf den Status des Minijobbers aus. Das gilt auch, wenn dabei die 520-Euro-Grenze überschritten wird.

Das bedeutet:

  • Arbeitgeber müssen von dem höheren Verdienst lediglich die für Minijobs mit Verdienstgrenze üblichen Abgaben (Pauschalbeiträge, Umlagen, Steuern) zahlen.
  • Minijobber sind weiterhin Minijobber.

Beispiel:

Arbeitgeber Kai ist Inhaber einer Großbäckerei und beschäftigt Sandra als Minijobberin mit Verdienstgrenze. Ihre Arbeit erfordert es, dass sie regelmäßig nachts arbeitet. Hierfür erhält sie SFN-Zuschläge in Höhe von 50 Euro, die ihrem Lohn zugerechnet werden.

Lohn: 520 Euro
SFN-Zuschläge 50 Euro (steuerfrei)
Verdienst Sandra: 570 Euro
Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt: 520 Euro

Für Arbeitgeber Kai sind die SFN-Zuschläge in dieser Höhe steuer- und beitragsfrei. Das beitragspflichtige Arbeitsentgelt bleibt somit bei 520 Euro.

Sandra erwartet nun ein Kind und fällt aufgrund eines Beschäftigungsverbots aus. Kai ist als Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Verdienst weiter zu zahlen – samt den SFN-Zuschlägen. Da Sandra die Arbeitsleistung nicht erbringt, wird der SFN-Zuschlag von 50 Euro steuer- und beitragspflichtig. Hier tritt nun die Sonderregelung bei Mutterschutz und Krankheit in Kraft. Bedeutet: Obwohl die Obergrenze von 520-Euro überschritten wird, bleibt Sandra Minijobberin und Kai zahlt als Arbeitgeber die üblichen Abgaben von 570 Euro.

Wichtig:

Das gilt nicht bei Urlaub des Minijobbers. Diesen muss der Arbeitgeber bei der Jahresplanung bereits berücksichtigen. Um den Status des Minijobbers aufrecht zu erhalten, muss hierbei die 520-Euro-Grenze beachtet werden.

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Marcel
MA
Marcel

Guten Tag, ich habe 2 Probleme bei dieser Thematik, ich bin minijobber 450 euro, die vollzeitbeschäftigten in meinem unternehmen bekommen SFN Zuschläge die, wie der Arbeitgeber betont er ja freiwillig zahlt, mit verwehrt er diese Zuschläge da ich ja noch woanders voll zeit angestellt bin, laut meinen Informationen darf er das nicht da er mich damit nach § 4 I 1 TzBfG ja „diskriminiert“. Wenn er sich weiter weigert werde ich wohl zum Arbeitsgericht gehen müssen was sich bei der offenen summe ja kaum lohnen würde. Gibt es sonst noch irgendwo unterstützen die ich in Anspruch nehmen kann ?
Mit freundlichen Grüße
Bleiben sie Gesund

Ernst Knoch
EK
Ernst Knoch

Hallo,meine Vollzeit beschäftigen Kollegen erhalten SFN Zuschläge.Wir Minijobber nicht.Ich bin der Meinung:Erhalten Vollzeit Beschäftige die SFN-Zuschläge,müssen sie auch den Minijobbern bezahlt werden.Ist dem so?

C. Hartmann
CH
C. Hartmann

Sind Sonntags-, Feiertags- und/oder Nachtzuschläge in den 450 EUR-Betrag einer GfB-Kraft zu inkludieren? Oder zählen sie nicht zu dem Bruttolohn?

Georges
GE
Georges

Hallo,
ich hätte gerne eine Frage. Ich habe ein Minijob am 15.03.2021 angefangen. Liegt weiterhin bei mir auch die max. Grenze bei 5400 Euro oder werden Januar, Februar und den halben März davon abgezogen? Falls ja, was wird die max. Grenze sein?
Danke und Grüße,

Johannes Wallner
JW
Johannes Wallner

Hallo, ich habe seit 06.2021 einen nebenjob auf der 450 eur basis. Allerdings werden meine geleisteten nachtzuschläge auf das normale gehalt dazugerechnet so dass ich die hälfte nun an sozialversicherungsabzüge verliere ist das rechtens oder kann man da irgendetwas dagegen machen?

Angelika
AN
Angelika

Hallo,
kann der AG dem Minijobber die Zuschläge nicht zahlen und dem festen Personal schon?

Komble
KO
Komble

Hallo. Ich möchte als Pflegefachkraft 2-3 Nächte auf Minijob-Basis machen. Natürlich Bruttogrenze wird bei 450€ sein da Minijob aber durch Nachtzuschläge komme ich auf weit mehr als 450€. Natürlich wird alles im grünen Bereich sein: Stundenlohn unter 25€ und Nachtzuschläge maximal 25% zwischen 20:00 und 00:00 sowie zwischen 04:00 und 06:00 Uhr und maximal 40% zwischen 00:00 und 04:00 Uhr. Nehmen wir an, ich werde 550€ monatlich erhalten: 450€ Monatsbrutto und 100€ Nachtzuschlag. Bis hin zu meiner Urlaubsentgelt ist mir alles klar aber wenn es zu Urlaub kommt, was soll mein Arbeitgeber mir zahlen, damit ich meinen Minijobler-Status nicht verliere und und auch eventuell rückwirkend als beitragspflichtig erklärt werde??? Zahlt mein Arbeitgeber während meines Urlaubs nur 450 Euro, entsteht Problem von Phantomlohn – Ergebniss: ich bin Beitragspflichtig! Zahlt mein Arbeitgeber 550 Euro während meines Urlaubs, Nachtarbeit ist nicht tatsächlich nicht geleistet und da ich mehr als 450€ erhalte, werde ich wiederum als Beitragspflichtig erklärt. Wo ist die Lösung? Was ist Ausweg von diese Sackgasse? Bitte um Vorschlag einer Lösung! Kann ich beim Vertragsabschluss einfach auf Zuschläge während meines Urlaubs schriftlich verzichten??? In diesem Fall würde Arbeitgeber begründet nur 450€ mir während meines Urlaubs zahlen und mein schriftliches schreiben im Hand haben, dass ich auf Zuschläge explizit während meiner Urlaub verzichtet habe… Wäre das eine gute Lösung?

Marc
MA
Marc

Einen schönen guten Tag,
mich würde interessieren wie sich die Situation bei einem ALG 2 Empfänger der einen 450 € Job nachgeht, im Bezug auf die Anrechnung von Wochendzuschlägen gestaltet. Werden diese Zuschläge und der damit einhergehende Mehrverdienst ebenfalls zu 80% angerechnet oder gilt hier weiterhin das lediglich 280€ der 450 € angerechnet werden?

Andrea A.
AA
Andrea A.

Hallo, wie melde ich denn steuerfreie und steuerpflichtige Nachtzuschläge im Haushaltsscheck-Verfahren?

Nadine Schneibel
NS
Nadine Schneibel

Hallo, ich habe meinen Arbeitsvertrag zugesendet bekommen. Ich soll als Krankenschwester im Nachtdienst auf 520€ Basis angestellt werden.
Nun steht im Arbeitsvertrag meine feste Stundenanzahl (28,88) und mein Bruttostundenlohn (18€). Weiterhin steht geschrieben, dass ich Nachtzulage von 4€ und Sonntagszulage von 6€ bekomme. Direkt unter dieser Angabe steht, dass wenn zwei Zuschläge zusammen kommen (was bei mir quasi immer der Fall wäre, da ich nur Wochenende und nur nachts arbeiten soll), jeweils nur der Höhere gezahlt würde. Laut einer Seite eines Rechtsanwalts ist das nicht zulässig. Stimmt es?
Dann steht noch weiter unten, dass die Zulagen auch gekürzt werden können, falls ich sonst über die 520€ kommen würde. Sind die Zulagen nicht steuerfrei und dürfen somit über die 520€ hinausgehen? Denn so, wie ich es unterschreiben soll, bekomme ich nie irgendwelche Zulagen, denn 28,88 Stunden mal 18€ sind die 520€.
Dann würde ich noch gerne wissen, wie im Arbeitsvertrag meine Schwerbehinderung bzgl. Sonderurlaub erfasst werden muss.
Vielen Dank.

Franz Springorum
FS
Franz Springorum

Hallo, ich arbeite als Nachtwächter im Rahmen eines Minijobs. Habe ich , obwohl im Arbeitsvertrag nichts diesbezügliches erwähnt wird, Anspruch auf Nacht- und Wochenendzuschlag bzw. Feiertagszuschlag?

Martin
MA
Martin

Ich arbeite seit 1.1. auf 520 Euro-Basis (Mini-Job) in einer sozialen Einrichtung im Schichtdienst. Die Einhaltung der Einkommensobergrenze gestaltet sich für mich schwierig und unübersichtlich. Im Internet habe ich dazu unterschiedliche Angaben gefunden. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir bei der Beantwortung meiner Fragen behilflich sein könnten.
 
Wie oft dürfen die 520 € im Monat im Jahr ohne Begründung überschritten werden? Ist es legitim 6 Monate 540 € und 6 Monate 480 € zu verdienen?
 
Mein Arbeitsverhältnis begann am 1.1.23. Den ersten Lohn werde ich jedoch am 28.02.23 erhalten. Damit werde ich im Jahr 2023 11-mal ein Gehalt beziehen. Wird das 12. Gehalt, welches ich erst am 31.01.2024 erhalte mit in das Jahr 2023 steuer-/ sozialversicherungspflichtig berücksichtigt? Welchen Einfluss hat die Buchhaltung meines Arbeitgebers, insofern sie es in das Jahr 2023 zurückdatieren? Zählt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in einem Kalenderjahr oder der tatsächlich gezahlte Lohn, unabhängig der Buchhaltung des Arbeitgebers?
 
Wenn ich es richtig verstehe, dann sind Urlaubgeld, Krankengeld und Sonderzahlungen („Weihnachtsgeld“) beim Grundlohn zu berücksichtigen. Ist dies korrekt?
 
Zuschläge für SFN (Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit) sollen in der Regel kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt darstellen. D. h. sie können zum Grundgehalt dazu gerechnet und das Bruttogehalt von 520 € darf um den Betrag der Schichtzulagen überschritten werden.
Im Internet ist zu lesen, dass ein Arbeitsentgelt inkl. der SFN-Zuschläge über 25 € je Stunde jedoch wiederum anteilig sozialversicherungspflichtig sei. Aber jedoch nur der SFN-Anteil, der den Betrag von 25 € übersteigen würde. Wie ist diese anteilige Sozialversicherungspflicht zu verstehen?
Angenommen, ich arbeite von Sonntag 22 Uhr zu Montag 6 Uhr einen Nachtdienst. Der Grundlohn beträgt 17 € die Stunde, der Nachtzuschlag beträgt etwa 5 € (der von 22 bis 6 Uhr gezahlt wird). Vorausgesetzt der Sonntagszuschlag liegt bei 4 € die Stunde (22 bis 0 Uhr), dann würde ich am Sonntag einen Stundenlohn von 26 € und am Montag 22 € beziehen. Welche Zuschläge sind in diesem Bsp. sozialversicherungspflichtig und verhalten sich wie der Grundlohn? Muss ich lediglich die Sonntagszuschläge berücksichtigen? Sind die Nachtzuschläge am Sonntag sowie Montag Steuer-/ Sozialversicherungsfrei?
 
Ist eine ständige Wechselschichtzulage bei einem Mini-Job ebenfalls immer steuer-/ sozialversicherungspflichtig und bei den 520 € zu berücksichtigen?
Angenommen, ich arbeite im Monat 3 Nachtdienste zu je 9 Stunden, was einen Grundlohn von 459 € ergibt. Angenommen die ständige Wechselschichtzulage beträgt 100 €, wodurch die 520 € überschritten werden. Handelt es sich dann noch um einen Minijob?
 
 Vielen Dank!