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Urlaubs- oder Weihnachtsgeld: Wie wirken sich Einmalzahlungen im Minijob aus?

Zum Verdienst einer Minijobberin oder eines Minijobbers gehören sowohl der monatliche Verdienst als auch einmalige Zahlungen wie zum Beispiel das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Ob und wie Einmalzahlungen sich auf einen Minijob auswirken, erklären wir in diesem Beitrag.

Verdienstgrenze im Minijob

Ein Minijob liegt vor, wenn der Minijobber regelmäßig monatlich nicht mehr als 520 Euro verdient. Die Verdienstgrenze darf im Jahr 6.240 Euro also nicht übersteigen. Wird die Verdienstgrenze überschritten, liegt kein Minijob, sondern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor.

Für die Beurteilung, ob ein Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorliegt, müssen Arbeitgeber wissen, ob Einmalzahlungen zum Verdienst hinzuzurechnen sind oder nicht.

Was ist eine Einmalzahlung?

Einmalzahlungen werden aus bestimmtem Anlass, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder als einmalige Anerkennung gezahlt. Sie sind also nicht jeden Monat zu erwarten. Meist ist ein Anspruch auf Einmalzahlungen im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt.

Die wohl bekanntesten Einmalzahlungen sind das Weihnachts- und das Urlaubsgeld. Aber auch Jubiläumsgelder oder Prämien für Verbesserungsvorschläge zählen dazu.

Anrechnung auf die Verdienstgrenze im Minijob

Einmalzahlungen werden dem regelmäßigen Verdienst hinzugerechnet, wenn sie vertraglich zugesichert und wiederkehrend sind. Dann sind sie bei der Ermittlung des regelmäßigen monatlichen Verdienstes mit zu berücksichtigen.

Einmalzahlungen, die dem Verdienst hinzugerechnet werden, sind zum Beispiel:

  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld

Einmalzahlungen wie zum Beispiel

  • Jubiläumszuwendungen
  • Prämien für Verbesserungsvorschläge

zählen in der Regel nicht zum regelmäßigen Verdienst. Zum regelmäßigen Verdienst zählen nur jährlich wiederkehrende Zuwendungen und solche, deren Auszahlung zum Zeitpunkt der Berechnung des regelmäßigen Verdienstes bereits feststehen.

Eine Aufzählung weiterer Einmalzahlungen finden Sie hier.

Beispiel
Ein Arbeitnehmer verdient 500 Euro im Monat und erhält ein Urlaubsgeld in Höhe von 720 Euro. Es handelt sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.
Der Arbeitgeber muss folgende Berechnung vornehmen:
500 Euro x 12 Monate = 6.000 Euro
Berücksichtigung der Einmalzahlung 6.000 Euro + 720 Euro = 6.720 Euro
Das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt beträgt 560 Euro (6.720 Euro / 12 Monate).
Da die monatliche Verdienstgrenze von 520 Euro überschritten ist, liegt kein Minijob, sondern eine versicherungspflichtige Beschäftigung vor. Der Arbeitgeber muss seinen Arbeitnehmer bei seiner Krankenkasse anmelden.

Beispiel
Ein Minijobber erhält regelmäßig 520 Euro im Monat. Aufgrund einer längeren Betriebszugehörigkeit wird eine Jubiläumszuwendung in Höhe von 800 Euro gezahlt.
Der Betrag der einmaligen Jubiläumszuwendung in Höhe von 800 Euro wird bei Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts nicht berücksichtigt, weil es sich nicht um eine jährlich wiederkehrende Zuwendung handelt. Es liegt weiterhin ein Minijob vor, da die Verdienstgrenze von 520 Euro im Monat regelmäßig nicht überschritten wird.

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H.A. Pauken
HP
H.A. Pauken

Müssen im 2. Beispiel die 800 € Jubiläumszuwendung trotzdem bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden ?

G. Preßler
GP
G. Preßler

Hallo,
wie ist es bei einer tariflich Einmalzahlung, zählt die auch nicht zu den 450 € die mtl. gezahlt werden? Darf die also zusätzlich gezahlt werden und der Minijob bleibt berücksichtigt.

T. Pfeuffer
TP
T. Pfeuffer

Hallo,
Wie sieht es bei Bonuszahlungen aus, die durch das anwerben von weiteren Mitarbeitern erlangt werden, wenn durch diese die Grenze von 5400€ in Jahr überschritten wird muss dann der Gesamtbetrag versteuert werden oder zahlt die Beschäftigung weiterhin als Minijob? Wenn ja wie ist dabei das rechtssichere vorgehen?

C. Tamm
CT
C. Tamm

Hallo, eine Mitarbeiterin mit EUR 450,–/mtl. muss ungeplanterweise kurzfristig für eine erkrankte Kollegin einspringen und erhält deshalb im betreffenden Monat ein wesentlich höheres Gehalt. Müssen wir sie deshalb für die Zukunft umschlüsseln auf beitragspflichtig? Falls nein – wie oft dürfen solche Ausnahmen vorkommen?

Ingrid Schöler
IS
Ingrid Schöler

Was kann man machen wenn der Arbeitgeber sich nicht an alles hält wie zum Beispiel wenn Arbeitstage auf einen Feiertag fallen.Meinem Mann stehen 10 Tage Urlaub zu weil er 2 Tage in der Woche arbeitet und 60% Schwerbehinderung hat bekommt aber nur 9 Tage und wenn ein Feiertag auf seinen Arbeutstag fällt wird nichts bezahlt

Franz Schmutzer
FS
Franz Schmutzer

Wie verhält es sich mit Fahrtkostenzuschüsse, wenn sie auch monatlich bezahlt werden ?
Müssen Zuschüsse zum ÖPNV mit den Pauschalsätzen abgerechnet werden, gilt ebenfalls die 520 EUR Grenze ?

Elfi Hinrichs
EH
Elfi Hinrichs

Ich hatte 4 Monate einen 450 € Job. Im Arbeitsvertrag steht 8 Tage Urlaub. Muss der Arbeitgeber mir noch anteilig Urlaub bezahlen?

Nadine Alt
NA
Nadine Alt

Hallo,
ich habe eine Frage zur Energiepreispauschale. Kann man diese on Top auf die Höchstpauschale (5400€) in diesem Jahr verdienen, also 5700€ ohne dass man steuerpflichtig wird oder muss der Betrag von 300€ mit in die 5400€ eingerechnet werden?

A. Thode
AT
A. Thode

Wir wollen einem Minijobber wegen besonders guter Leistung eine Prämie zukommen lassen. Er hat die vergangenen Monate regelmäßig 450€ verdient. Darf er eine solche Prämie erhalten? Wenn ja, wie hoch darf diese Prämie sein, damit sie nicht auf das Minijob-Verhältnis angerechnet wird?

Kornelia Korenko
KK
Kornelia Korenko

Hallo, bin im Privathaushalt seit 9 Monaten (Fix 450,- € /Monat Midijob) beschäftigt.
Auf der Oktober Abrechnung 2022 habe ich nach wie vor Netto-Verdienst von € 450,- erhlaten.
Hätte ich nicht 520,- € erhalten sollen?
Danke für die Auskunft.

Ingeborg R.
IR
Ingeborg R.

hallo, ich habe da eine Frage. Ich bin bei einer großen Firma als Minijobber schon über 19 Jahre beschäftigt. Die ersten 10 Jahre wurden mir Feiertage mit Arbeitszeit angerechnet, dann habe ich 2,5 Jahre halbtags bei dieser Firma gearbeitet und bin danach wieder auf Minijob zurück gefallen. Seither bekomme ich keine Feiertage, wie Weihnachten, Ostern oder ähnliche bezahlt. Ist das rechtens ?
Zum Zweiten: im Arbeitsvertrag steht, dass Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld mit dem Stundenlohn abgegolten ist. Nun meine Frage: die Firma zahlt mir den Mindestlohn von 12,00 Euro, aber das ist ja gar kein Mindestlohn weil das ja Urlaubs- und Weihnachtsgeld enthalten ist, oder ? Müsste mir die Firma das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht extra auflisten ? Ich habe danach gefragt, aber nicht einmal eine Antwort erhalten.

Steffi Kausch
SK
Steffi Kausch

Ich bin Minijober von 520 € soll das erstemal urlaubs und Weihnachtsgeld bekommen. Aber von den 520€ würden sie mir nur noch 486€ pro Monat zahlen wegen den Ur
Und Weihnachtsgeldes.Jetzt meine Frage ist das richtig mir nur die 486 zu zahlen?
Ich wollte auf Urlaubs und Weihnachtsgeld verzichten da das in meinen Augen nur eine Umlage des Geldes ist.
Für mich ist Urlaub und Weihnachtsgeld was zusätzliches und nicht das ich dies von meinen eigenen Lohn zahlen muss.Wer kann mir da eine richtige Andeort geben?

Scharka Danda
SD
Scharka Danda

Hallo folgende Frage: ein Minijobber ist seit August unterbrochen, wg. Ende der Lohnfortzahlung nach 6 Wochen, nun bekommt er eine Einmalzahlung, der bisherige Verdienst vor der Unterbrechung lag bei 450,00, die Einmalzahlung im November beträgt 200,00, der Minijob wurde bis 04.08.22 bezahlt, danach eben bis laufend unterbrochen. Wird nun durch die Einmalzahlung der Minijob gefährdet? Danke

Yvonne F.
YF
Yvonne F.

Hallo,
in Ihrem ersten Berechnungsbeispiel ist die Zahl (monatlicher Verdienst) nicht korrekt. Statt 400 müssten dort 500 Euro stehen.
Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel!

Alexandfra Kriegel
AK
Alexandfra Kriegel

Bei uns bekommt man ein 13. Gehalt (Im Tarifvertrag geregelt) . Jetzt haben wir seit Mitte Mai einen Mini Jobber, der auch eine Jahresabschlusszahlung bekommt. Ihm hat man nur 158,75 ausgezahlt. Ist das richtig ?

Josef Fritz
JF
Josef Fritz

Ich bin mir etwas unschlüssig über die anteilige Berücksichtigung der Einmalzahlung.
Bei einer Einmalzahlung bei einem unbefristeten Vertrag wird natürlich auf das laufende Entgelt die 1/12 Sonderzahlung berücksichtigt.
Wie ist es jedoch wenn z. B. der Arbeitsvertrag von Jahr zu Jahr befristet ist. Als Beispiel:
Arbeitsvertrag ging vom 14.09.2021 bis 31.07.2022 mit laufendem Entgelt von 400,-€.
Ab dem 01.09.2022 beginnt das Arbeitsverhältnis erneut und ist bis 31.07.2023 befristet mit laufendem Entgelt 500€.
Die Voraussetzung zur Auszahlung der Einmalzahlung ist dass im Dezember das Arbeitsverhältnis besteht muss somit die Einmalzahlung für 2022 mit 3/12 (Oktober-November) oder für die Dauer des Arbeitsverhältnisses mit 11Monaten (September 2022-Juli 2023) angesetzt werden? Die Einmalzahlung ist 400,-€.
Somit 500 lfd. + (400/11)36,36€= 536,36
Somit würde es sich ab 01.09.2022 bis 31.07.2023 um einen Midijob handeln?
Ich hoffe dies ist verständlich geschrieben):)

Klaudia Karla-Dier...
KD
Klaudia Karla-Dier...

Nach Verhandlungen wird im August beschlossen erstmalig und ab 2023 dauerhaft Weihnachtsgeld an die Minijobber zu zahlen. Wird das in diesem Jahr wie eine nicht wiederkehrende Zahlung behandelt, und reicht es, wenn am Jahresende die Verdienstobergrenze von 5610€(2022) nicht überschritten wird.

Karin Wiedemann
KW
Karin Wiedemann

Bei der Jubiläumszuwendung werden dann die Beiträge wie der Mini Job auch abgerechnet? Wird davon der Rentenbeitrag einbehalten, wenn der Arbeitnehmer keine Befreiung hat?

Claudia Gerlach
CG
Claudia Gerlach

Eine Minijobberin heiratet. Es gibt eine betriebliche Übung (kein Tarifvertrag, keine Betriebsvereinbarung, nicht vertraglich vereinbart), dass der Arbeitgeber in diesen Fällen eine Einmalzahlung an die Mitarbeitenden zahlt. Muss diese Einmalzahlung auf die Einkommensgrenze im Minijob angerechnet werden?

petra puers
PP
petra puers

Jahressonderzahlungen / Weihnachtsgeld

Hallo zusammen,
was ist, wenn die Jahresgrenze nicht überschritten wird, der MA regelmäßig die 440 Euro bekommt und ein Weihnachtsgeld von 240 Euro bekommen soll?

Zählt für 2022 dann für die ersten 9 Monate ein Überschreiten oder kann man die 440 X 12 = 5280 => incl. WG 240 = 5520 Euro bezahlen?
Handelt es sich hierbei um 9-maliges überschreiten oder ist das okay, da die Jahresgrenze von 5610 für 2022 nicht überschritten ist?

In 2022 dürfen als Jahresgrenze 9*450 = 4050 und 3*520= 1560 Euro verdient werden – zusammen: 5610 Euro

LG

R. Amrehn
RA
R. Amrehn

Wird die Inflationsprämie auf Minijob angerechnet…wieviel Urlaub bei zwei Tage in der Woche ( Vollzeit sind es 30Tage im Jahr ) …Danke ✍️